Mit Selbstvertrauen durch Höhen und Tiefen: Inspiration von Extrembergsteigerin Tamara Lunger

Shownotes

Ich freue mich ganz besonders, dich heute mit auf eine Reise in die Welt der Berge zu nehmen, denn mein Gast ist niemand Geringeres als Tamara Lunger: Extrembergsteigerin, Speakerin und Expertin für Mindset und Ziele. In unserem Gespräch tauchen wir tief ein: Du erfährst, wie Tamara als junges Mädchen ihre Leidenschaft für das Hochgebirge entdeckte, welche beeindruckenden Gipfel sie erklommen hat. Vom ersten Sechstausender bis zum legendären K2 und was es wirklich bedeutet, wenn aus Leistung Identität wird.

Doch wir sprechen nicht nur über Erfolge: Tamara öffnet sich über ihre schwersten Niederlagen, ihren Umgang mit Schmerz, Verlusten und wie sie nach dramatischen Rückschlägen, wie der tragischen Expedition am K2, wieder Mut und Kraft schöpfte. Gemeinsam beleuchten wir die großen Fragen rund um Mindset, Teamwork, Bauchgefühl und die Balance zwischen Durchhalten und Loslassen. Am Ende teilt Tamara inspirierende Tipps für dein eigenes Leben, egal ob auf dem Berg oder im Business-Alltag.

Links Tamara Lunger:

Website: https://tamaralunger.com/de

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Website Hermann: https://hermannfuerstenau.de/

Fördermittel Quick-Check: https://calendly.com/h-fuerstenau/foerderung-fuer-kmus-beratung

Transkript anzeigen

00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts Wissensreiche Stories.

00:00:12: Und heute geht es hoch hinaus, denn ich habe heute zu Gast Tamara Lunger.

00:00:19: Liebe Tamara, schön dass du da bist!

00:00:21: Ja hallo Herrmann, schön das sich da sein darf.

00:00:25: Ich sehe schon im Hintergrund, das sieht ja schon sehr bergeleig aus.

00:00:29: Besitzt du gerade Zuhause oder wo bist

00:00:34: Du?

00:00:35: Ach, sehr schön.

00:00:36: Sehr schön!

00:00:37: Ja dann wollen wir ihn auch nachher nicht lange warten lassen damit ihr auch eine schöne Zeit zusammen habt.

00:00:41: Er ist eh bei

00:00:42: der Arbeit.

00:00:43: Bitte?

00:00:44: Er ist ehe beider Arbeit.

00:00:45: Ah

00:00:45: so, dann ist ja alles gut, dann haben wir Zeit.

00:00:48: Liebe Tamara, damit unsere Zuhörerinnen und Zuhäurer dich hier ganz kurz ein bisschen kennenlernen.

00:00:53: Da kannst du aber auch gerne frei darüber sprechen.

00:00:55: dann zwei drei Fakten zu deiner Person.

00:01:00: Du bist leidenschaftliche Bergsteigerin hast schon fast alle wenn ich sogar alle großen Berge dieser Welt bestiegen mit Höhen und Tiefen?

00:01:09: Nein natürlich nicht!

00:01:11: Aber da kommen wir gleich nochmal drauf auf das Thema zu sprechen.

00:01:14: Aber auch der eine oder andere Achttausender war schon mit dabei bist aber auch tatsächlich, wann war das?

00:01:20: Ich glaube ich einundzwanzig komplett durch die Mongolei marschiert.

00:01:24: Auch das werden wir heute beleuchten und du hast ja relativ früh schon rausbekommen dass deine Leidenschaft im Hochbergsteigen liegt wenn man das so sagen darf Ja also du bist Bergsteigerin bis Speakerin Expertin Wenn es um das Thema Mindset geht Ziele geht etc.

00:01:43: habe ich etwas an der Stelle vergessen was ich erwähnen darf?

00:01:47: Ja also, das sind mir mal meine Expeditionskarriere habe ich eigentlich einundzwanzig beendet.

00:01:56: Genau!

00:01:56: Und gab es eine sehr schlimme Phase für fünf Jahre.

00:01:59: und dann letztes Jahr bin ich dann... hab' ich das Projekt in der Mongolei gemacht.

00:02:05: Da hatte ich den Mut dafür.

00:02:08: Ja, da werden wir gleich nochmal drauf zurückkommen und es war wirklich sich aus aus einem sehr dunklen Tal wieder rausziehen, sag ich mal.

00:02:18: Wenn ich das so sagen darf und das ist ja auch das was du heute auf der Bühne präsentierst bei Keynote-Vorträgen.

00:02:27: Und wenn wir richtig recherchiert haben mit vierzehn Jahren entschieden dass du diesen Weg gehen möchtest und zwar konkret und zielschriebig gehen möicht es holen uns da bitte ab an der Stelle.

00:02:42: Ja, das klingt jetzt ein bisschen komisch.

00:02:44: Das war aber so!

00:02:46: Ich habe immer schon geliebt alles was schwer ging, alles was mich total an mein Limmel gebracht hat und so... Hat meine Familie dann, in der Zeit von neunundneinzig eine Schutzhütte in Südtirol übernommen.

00:03:00: damals war ich zwölf.

00:03:02: Ich hatte jeden Tag diese wunderschöne Aussicht vor meinen Augen die Dolomiten Und da habe ich mich komplett in die Berge verliebt und wusste dann eigentlich schon bald, ich möchte keinen Tag mehr ohne Berge sein.

00:03:16: Der Traum war auch tausend, aber das Interessante war... Ich hab damals auch schon verstanden okay, ich lasse es einfach gehen!

00:03:25: Das ist mein Traum, ich habe ihn da drinnen gespeichert.

00:03:28: Aber ich muss das jetzt nicht aufbiegen und brechen schon gleich machen.

00:03:35: Mit jemandem das machen, den ich kenne und nicht mit einer kommerziellen Expedition.

00:03:40: Ich habe ja auch meinen Stil.

00:03:41: Ich hab meine Werte.

00:03:43: Und somit hat es dann schon einige Zeit gedauert bis ich dann... ...zweitausendneun zum ersten Mal auf Expedition gefahren bin.

00:03:52: Was war die erste Expedition?

00:03:54: Wir wollten damals Joe Yu machen.

00:03:57: also wir sind nach Nepal haben uns dort akklimatisiert gab es aber ein bisschen Probleme mit den Grenzen.

00:04:04: Und wir sind dann eigentlich nach dieser Akklimatisierungsphase wieder zurück nach Hause gefahren, aber ich habe damals meinen ersten Sechstausender gemacht in Island Peak und ich hatte so Kopfschmerzen also die ganze Nacht keine Minute geschlafen einfach nur.

00:04:21: Ich hab gedacht der Schädel explodiert mir gleich ja und das hat mich so fasziniert.

00:04:26: und dann habe ich gewusst okay dass ist das was will ich machen?

00:04:30: Hast du gedacht, die Kopfschmerzen waren so super.

00:04:33: Das zieh ich noch mal volles Brett durch?

00:04:35: Genau!

00:04:39: Wie ging es dann weiter?

00:04:40: tatsächlich okay also ihr dürftet dann eben nicht sozusagen loslegen.

00:04:46: aber dann war dann der erste sechsteausender dabei.

00:04:48: wie ging es denn weiter?

00:04:50: was war

00:04:50: das eigentlich gleich gesagt?

00:04:52: ok ich will sofort wieder auf Expeditionen.

00:04:54: das sah man im jahr darauf.

00:04:56: zwei tausend zehn da konnte ich auf den Lotse.

00:05:01: Und ja, das war einfach da das erste Mal in den Eis voll rein und diese Leitern und diese Eismassen.

00:05:10: Das war so cool!

00:05:10: Also für mich war es wie Weihnachten und Dostorn und alles zusammen.

00:05:17: Es waren nie eine Angst dabei.

00:05:19: Es war nie auch ein Zweifel dabei.

00:05:22: Schaff ich das oder schaff ich nicht?

00:05:23: Für mich war das klar.

00:05:26: Was soll da schon

00:05:26: fehlen?!

00:05:28: Und da ging's Schlager auf Schlag.

00:05:31: Also ich hab dann damals Sport studiert, habe dann ein Jahr mein Sportsstudium unterbrochen damit ich zweimal Expedition fahren kann.

00:05:38: und dann ging es noch mehr BAM BAM!

00:05:41: Ja

00:05:42: okay kurze Zwischenfrage.

00:05:43: du hast gerade den Lotse erwähnt für unsere holländischen Freunde oder Strandgänger wie hoch ist der Berg?

00:05:54: Also über acht tausend definitiv

00:05:57: die genaue zahl.

00:05:58: na spinni jetzt dass ich schon so lange herr das ist nicht mehr im kopf hand.

00:06:02: Achttausend fünfhundertsechzehn oder sowas.

00:06:08: Die fünfhunderte wollen wir es nicht verstecken.

00:06:09: also, okay lasst uns mal ein bisschen in die Vorbereitung und das Thema Mindset.

00:06:15: also wenn Leistung zu identität wird wenn man das so sagen darf gehen.

00:06:20: Wie hast du dich oder ihr als Team euch vorbereitet?

00:06:23: jetzt gerade von dem Lohze?

00:06:25: Wie lange war das, was war das.

00:06:26: Wie habt ihr euch da eingegroovt?

00:06:30: Ja sagen wir mal so eigentlich war das keine spezifische Vorbereitung.

00:06:36: Das war Lifestyle.

00:06:38: ich war so dermaßen verknallt in den Sport und die Performance.

00:06:43: Ich war damals international Mannschaft fürs Schiebergsteigen hab da Rennen bestritten und für mich war einfach die Leistung immer sehr, sehr richtig.

00:06:56: Und ich habe mich auch über diese Leistungen definiert.

00:06:59: Ja das wäre nämlich der Frage gewesen.

00:07:01: zum Thema Anerkennung auf.

00:07:02: wenn du sagst so hast dich darüber identifiziert War das wie eine Art Droge?

00:07:11: Ja, ich kann schon sagen dass ich da süchtig war weil und das war nicht mehr gesund.

00:07:16: Weil ich kann mich schon noch erinnern an meine Oberschulzeit habe ein Sportgymnasium besucht und damals habe ich schon immer okay ich muss das und das und trainieren.

00:07:26: und wenn immer ich mein Training nicht alles untergebracht habe in diesem Tag dann Habe ich wirklich, in der Nacht bin ich aufgewacht und habe mir gesagt okay jetzt müsstest du eigentlich Sit-ups machen oder dies oder jenes.

00:07:39: Also das war nicht mehr gesund!

00:07:41: Und auch wenn ich dann mal Achillesenienentzündung hatte oder so, dann musste ich direkt ins Krankenhaus zu sagen... So.. Ich will jetzt einen Gips weil sonst kann schaffe es nicht einfach Ruhe zu geben.

00:07:54: Krass einfach, also das war so stark in mir und ich kannte ja auch die Trainingslehre.

00:08:00: Die ganze Theorie.

00:08:01: aber für mich war das nie ausreichend!

00:08:03: Ich musste mehr machen.

00:08:06: Also du warst ein Workaholic im Bergsteigen?

00:08:09: Ja sozusagen...

00:08:12: Sehr cool, sehr cool.

00:08:14: Da würde ich gerne noch mal ein bisschen darauf eingehen.

00:08:16: zum Thema sich identifizieren über die Leistungen in der gewissen Weise auch... Ja!

00:08:25: abhängig von diesem Leistungserfolg.

00:08:28: auch Workaholic habe ich gerade genannt.

00:08:30: Das kann man ja auch super, sag' ich mal auf das klassische Business in der Wirtschaft übertragen.

00:08:37: Bevor wir gleich zu den dunklen Teelern kommen... Wie war das denn für dich?

00:08:44: Wenn du diese Sucht hattest, war dir das bewusst und hast du irgendwann ganz konkret für dich entschieden.

00:08:52: Das muss jetzt so aufhören, oder wie kam der Switch?

00:08:54: Weil du bist ja total ausgeglichen.

00:08:56: Ja also damals in meiner Sturm- und Trangphase nahe no way dass mich da irgendjemand oder irgendwas rausgebracht hätte.

00:09:06: ich bin immer mit dem Kopf durch die Wand und ich hatte auch sehr zu struggling mit meinem Körper.

00:09:12: Also er hat mir ja schon seit ich dreizehn bin immer wieder Ich hatte einfach nicht drauf gehört, ich habe gesagt was?

00:09:24: Du schmerzt okay.

00:09:27: Dann gebe ich dir noch einen drauf weil hier bestimme immer noch ich und da hab' ich dann Trainings gemacht mit Tränen in den Augen vor lauter Schmerzen Und das war auch so im Alltag, ich konnte nicht normal auf die Toilette und da mich noch mal hinsetzen.

00:09:43: Ich musste mich immer so falten lassen, weil ich einfach vor lauter Schmerzen mein eigenes Gewicht nicht so langsam runterbringen konnte.

00:09:53: Wahnsinn!

00:09:54: Was das auch als Mindset sozusagen mit einem Macht, dass man das nicht im Griff hat zu sagen okay... Jetzt lege ich mich mal gehackt, sagt man immer so schön und ich entspann mich jetzt mal.

00:10:05: Sondern du hast immer den Drang, wie du sagst das nachts um drei, es müssen ein paar Liegestützen her oder ein paar Sit-ups weil du das eben brauchst sonst hast du einen schlechtes Gewissen dir die lieber selber.

00:10:13: Ja krasse Nummer!

00:10:16: Es hat sich dann auch so angefühlt gefühlt als wäre ich der Sklafe meiner selbst.

00:10:22: Mein Körper,

00:10:23: Sklave

00:10:24: meines Kopfes

00:10:26: Ich glaube du warst dein Körper war der Sklave deines Mindset Spannend.

00:10:33: Nach dem Lotse ging es ja dann, hast du gesagt Bäm, bäm,bäm, ne?

00:10:37: Einer nach dem anderen.

00:10:39: und jetzt kommen wir mal zu den tatsächlich schönsten Erfolgen oder aber auch zu den heftigsten Tiefschlägen.

00:10:49: was war die schönste Tour für dich?

00:10:53: Ja sicherlich ist das K-II, Erster Versuch ohne Träger, ohne Sauerstoff im kleinen Zweierteam und wir haben es geschafft beim ersten Mal.

00:11:05: Das war dermaßen gigantisch!

00:11:09: Und ich habe schon gefühlt, sobald ich ihn gesehen hab, habe ich gewusst okay der ist mir milde gestimmt und das schaffe ich.

00:11:19: Ich hatte zwar auch körperlich wieder Probleme hier und dies und jenes aber... Das hat geklappt und dann ist auch irgendwie so meine Profikarriere gestartet.

00:11:30: Natürlich war ich so happy, und ich habe immer weiter Gas gegeben – das hat sich keinenfalls geändert!

00:11:38: Und natürlich wusste ich, dass es nicht gesund ist.

00:11:42: Natürlich wusste Ich, dass mir mehr Schade als mir gut ist zu.

00:11:46: Aber nichts und niemand auf der Welt hätte mich in dem Moment umstimmen können.

00:11:51: Ich sage immer eine Veränderung kommt nur oder durch eine bewusste Entscheidung, oder durch die Gnackwatschen, die dir das Leben

00:12:01: haben.

00:12:04: Und bei mir war eben diese bewussten Entscheidungen immer Mangelware.

00:12:08: Das heißt ich musste immer auf die Mütze bekommen und es ging dann immer weiter immer heftigere Schläge ins Gesicht bis dann zweitausend.

00:12:20: Ich bin dann wieder zum K-II im Winter, um meinen größten Traum zu versuchen.

00:12:30: Die erste Frau der Geschichte zu werden, die es schafft auf einem Achttausender eine Wintererstbegehung zu machen.

00:12:37: und das war damals die letzte Chance also der letzte Achtdausender k II noch unbestiegen in winter.

00:12:44: Und ich habe gedacht dass schaffe ich.

00:12:46: warum soll ich das nicht schaffen?

00:12:50: Und dann sind da viele Dinge passiert, wenn ich jetzt das alles erzählen würde.

00:12:58: bei weiten Sprengen.

00:13:02: Wenn es dir nichts ausmacht, weil das ist ja tatsächlich auch wirklich für unsere Zuhörer sehr interessant, dass man da ein bisschen angratzt von Höhen und Tiefen zu sprechen.

00:13:13: Weil du sagtest ja, bei twenty-oneundzwanzig ist eine Menge schief gegangen und wir reden hier nicht nur von Schiefgehen sondern da ist es zusammengebrochen.

00:13:24: Also zum einen schon mal, ich hatte damals zum ersten Mal einen anderen Zeilpartner mit dem ich noch nie nichts Großes gemacht hatte.

00:13:35: Und das war schon einmal der erste Faktor wo ich eigentlich gleich schon in der Expedition gemerkt habe oh je!

00:13:40: Das geht nicht gut.

00:13:42: also wir hatten sehr verschiedene Anschauungen, verschiedene Schnelligkeiten auch am Berg unterschiedliche Schnellkeiten Und das war schon einmal so der erste Wachrüttler, wo ich gesagt habe, na, ich kann es mit ihm nicht schaffen.

00:13:59: Das geht nicht!

00:14:01: Ich hab's trotzdem versucht weil ich einfach in der Situation schon war... ...ich hab die Expedition bezahlt und ich wollte mein Bestes geben.

00:14:10: deswegen war ich dann am Anfang sehr darauf einfach bemüht meine positive Energie zu halten Gepacken zu bekommen.

00:14:23: Aber dann hat es einfach nicht lange gehalten, also ich habe mich schon zusammengerissen und alles was man will.

00:14:29: aber ich hab verstanden wenn die Vibes im Team nicht stimmen Wenn die Werte nicht dieselben sind Dann geht das halt nicht gut.

00:14:37: Das ist bei der Arbeit so Und auf der Höhe halt noch mehr weil da geht's um Leben und Tod Da gehts um sehr viel mehr.

00:14:46: Du musst jemanden vertrauen du musst Einfach den als gleichwertigen Partner sehen.

00:14:52: Ja und du bist auch vierundzwanzig Stunden fast immer zusammen, das heißt wenn du dich nicht ganz gut ausstehen kannst dann wird es sehr anstecken.

00:15:05: Und ich habe dann einfach beschlossen wie wir sollten getrennte Wege gehen.

00:15:10: Wir brauchen auch gar nicht darüber zu streiten weil man muss nicht mit jedem auskommen.

00:15:16: Das haben wir so gemacht.

00:15:18: daraufhin war dann der erste tödliche Umfall Sergio Mingote von Spanien, der in unseren Armen dann versturmt ist.

00:15:27: Dann natürlich die komplette Versteinerung meinerseits und dann war aber auch gleich klar ich kann jetzt nicht einfach diesen von diesem Schmerz und von diesem dunklen Loch da davon laufen.

00:15:46: Ich muss mich dem stellen weil irgendwann holts mich eh ein Und deshalb bin ich doch geblieben.

00:15:52: Mein Pfeilpartner ist abgereist und dann wusste ich auch nicht, wie geht es weiter?

00:15:57: Wäre ich noch mal versuchen, aber ich habe einfach den Prozess vertraut und habe einfach geschaut, wie entwickelt sich das alles?

00:16:06: Irgendwas kommt schon raus!

00:16:08: Daraufhin habe ich mich mit dem Bergpartner von dem Versturbenen zusammengetan JP Moore aus Chile Und da hat sich dann auch noch eine Liebe entwickelt.

00:16:22: Also, das war dann so alles intensiv und wir haben uns dermaßen gebraucht einfach um zu reden, um zu weinen, um einfach füreinander da zu sein – das sah ja richtig schlimm!

00:16:36: Wir haben dann beschlossen okay, wir versuchen es weil es unser Traum ist aber weil es auch der Traum von Sergei war und er wird uns vom Himmel aus begleiten sind dann aufgebrochen Und ich habe dann am Lager drei entschieden, dass es nicht mein Gipfel-Ansturm sein wird.

00:16:57: Weil es ist mir einfach nicht zu hundert Prozent Google gegangen.

00:17:01: Lager Drei heißt ungefähr wie weit noch vom Gipfel entfernt?

00:17:04: Das war ungefähr auf sieben zwei, sieben drei und der Gipfl ist auf achttausend sechshundert elf.

00:17:10: Okay!

00:17:11: Und alle anderen haben den Gipfelt versucht Und ich bin dann am nächsten Tag abgestiegen.

00:17:21: Es waren auch andere dabei, die den Gipfelanstieg schon wieder abgebrochen haben und am Weg nach unten hatten wir dann den zweiten tödlichen Umfall also einer ist wieder tausend zehnhundert Meter die Wand runter gestürzt und dann war für mich klar okay Ich fahre jetzt nach Hause Für mich gibt es keinen anderen Versuch keine neuen versucht und nun im Basislager angekommen Nach einem weiteren Tag war auch klar, dass drei weitere Personen nicht mehr zurückkommen werden und darunter war eben auch JP.

00:17:56: Schrecklich!

00:17:57: Und deswegen habe ich mir ja so viele Fragen gestellt.

00:18:01: Warum bin ich hierhergekommen?

00:18:03: Warum habe ich mich verliebt oder haben wir uns verlieb?

00:18:07: Warum ist das schon alles schief gelaufen?

00:18:10: So viele Fragen... natürlich zusammen mit dem ganzen Schmerz, den ich in mir getragen habe.

00:18:18: Und dann war ja da nicht nur das Schmerzen dieses Verlustes sondern auch der Schmerze von meinem Verluste meiner Passion Das was mir meinen Lebensinhalt gemacht hat.

00:18:32: Also für mich war komplett alles kaputt.

00:18:38: Ich hab mich nicht mehr gespürt Abwesend.

00:18:42: Ich habe nur geheult, ich hab nur gefressen damals und ich bin nach Hause wollte vom Berg nichts mehr wissen.

00:18:49: Hab nur getraut und wollte keine Leute sehen.

00:18:53: und ja das war wirklich schlimm.

00:18:56: Ja du hattest vorher Lapida sage ich mal gesagt die Watschen sag' ich mal des Schicksals aber das war ja volles Brezdi Faust Sagen wir mal ehrlich.

00:19:11: Du hast ja bei Lager drei abgebrochen, weil irgendwas im Bauchgefühl sagt, das passt einfach nicht.

00:19:18: Die anderen haben es weiter durchgezogen.

00:19:20: Es ist natürlich auch diese Meilensteine, die mir immer betrachtet.

00:19:24: Das ist heftig und jetzt bist du in diesem... Du hast dich schon entschieden abzubrechen!

00:19:31: Dann geht's schon!

00:19:32: Auf dem Abstieg etwas schief, wo du denkst das kann nicht wahr sein.

00:19:36: Und auf einmal kriegst du dann diese Hyops Botschaft was du gerade sagtest dass drei weitere Personen und auch noch deine frisch gewonnene Liebe Nicht zurückkehren werden.

00:19:48: Wow!

00:19:50: Da habe ich grade so ein Kloß im Heiß, ne?

00:19:53: Das ist echt heftig.

00:19:55: und da bist Du hast ja gerade gesagt du bist in... Nahrungstechnik, Aufnahmetechnisch in den Loch gefallen.

00:20:03: Mentalen Loch gefallen!

00:20:05: Du hast nur gefressen, hast du gesagt.

00:20:08: So jetzt muss ich mal tief durchatmen an der Stelle.

00:20:12: Wie ging es dann weiter?

00:20:14: Wie hast du es geschafft dich da wieder rauszukämpfen?

00:20:20: Man kann ja nicht sagen einen eigenen Hahn herbei herausgezogen sondern du bist ja...du musst dich ja wirklich Schritt für Schritt und das geht nicht von heute auf morgen.

00:20:29: Wie hast du da den Weg rausgefunden?

00:20:32: Ja, das war das erste Jahr natürlich mal nur die Trauer.

00:20:36: also.

00:20:36: ich hab gefühlt jeden Tag mehrere Male geheult habe mich eben sehr zurückgezogen und hab diese Trauer einfach mal Platz gelassen.

00:20:46: Und natürlich war es dann anstrengend weil Du gehst aus allen Nähten.

00:20:53: Ich habe mich auch gefühlen als wäre ich jetzt nichts mehr wert.

00:20:56: Das war ja so, dass ich irgendwo meine Identität nicht mehr repräsentieren konnte.

00:21:02: Die Bergstreicherin, die was sich über die Leistung definiert, die war jetzt gestorben.

00:21:06: Die gab es nicht mehr und deswegen waren meine Gedanken auch so auf dieses fokussiert.

00:21:14: wie kann ich wieder zurück in die Performance kommen?

00:21:18: Aber zum einen habe ich mich einfach körperlich total unter aller Sau gefühlt.

00:21:23: Zum zweiten habe nur an meiner Leistung gezweifelt.

00:21:27: Also für mich gab es die Damare gar nicht mehr, die es zuerst gegeben hat, die immer mit den Männern aufgenommen hat und so... also da war alles gebrochen!

00:21:38: Und dann habe ich einfach versucht irgendwann du musst einen ersten Schritt nach vorne machen.

00:21:45: Versuch mal okay bisschen die Nahrungsaufnahme ein bisschen zu drüsseln, dann versuch mal vielleicht wieder ein bisschen laufen zu gehen spazieren zu gehen und da habe ich rausgefunden.

00:21:58: Die Natur hat für mich einen total anderen Wert bekommen weil es war nicht mehr mein Playground, mein Spielplatz sondern es wurde zu meiner Heilstätte.

00:22:07: Ich habe nicht mehr auf die Uhr geschaut sondern ich hab einfach mich versucht mit dem Universum zu verbinden um Teil davon zu werden diese Gerüche, dieses Vögelzwitschern.

00:22:20: Also ich habe alles versucht in mich aufzusaugen um mich dadurch wieder mit mir und mit dem großen Ganzen zu verbinden.

00:22:29: Also eigentlich wieder zurück in die Realität zu finden wenn man das auch so mal übersetzen darf?

00:22:35: Genau!

00:22:36: Das ist schon echt harte Tobax.

00:22:39: Ja ich war

00:22:39: abgespalten vom

00:22:42: Vergangsschein.

00:22:44: nochmal auf die Frage zurückzukommen.

00:22:48: Wer war zu der Zeit an deiner Seite?

00:22:51: Wer hat dich unterstützt, wer hat dir Kraft und Halt

00:22:53: gegeben?".

00:22:55: Ja ich bin schon gleich auf meinem Heimflug und auf meiner Heimreise waren mir schon ganz bewusst dass ich mit diesem schweren Brücken nicht meine Familie belasten darf weil sie haben mit mir schon sehr viel mitgemacht In meinen ganzen Down-Fasen meines Lebens, sobald ich mit meinen Schmerzen dermaßen überfordert war, dass sich halt auch Monate nichts machen durfte und das waren schon sehr heftige Fasen.

00:23:22: Und deswegen habe ich gesagt, poh!

00:23:26: Ich brauche...ich muss mich jetzt sehr auf mich verlassen können.

00:23:31: Keine Ahnung ob das geht wie das geht?

00:23:33: Und dann war eben ein anderer Freund da, der David wurde dann auch mein Freund Der einfach gefühlt sich aufgegeben hat, um einfach präsent zu sein.

00:23:48: Er hat mir... wir haben zwar viel geredet ich konnte mich bei ihm aushäulen aber das war nicht so dass er mir da so Mindset Dips geliefert hatte oder so.

00:23:59: Das war einfach hier sein.

00:24:01: Einfach jemand zum Drücken, einfach jemanden der da war.

00:24:07: Ja verstehe ich ja einfach dass man nicht alleine ist.

00:24:10: Genau, ja.

00:24:12: Okay und der hat dir dann wahrscheinlich auch ein paar andere Menschen noch aber er war so die Hauptanlaufstelle eigentlich für dich und die Hauptansprechpersonen.

00:24:24: Wie geht es denn weiter?

00:24:26: Ich will jetzt mal Richtung Mongolei schielen tatsächlich.

00:24:29: Also du hast den Weg rausgefunden und hast auch wieder Spaß am Leben gefunden, auch wieder mit dem Universum verbunden wie so wie du es gesagt hast gerade um der Natur.

00:24:40: Wie geht's dann weiter?

00:24:42: Ja das war alles ein Weg von vier fünf Jahren in dem ich sehr an mir gearbeitet habe.

00:24:47: Ich hab mir dann gewisse Lebensregeln zurechtgelegt Überlebensregeln eigentlich zurech gelegt.

00:24:55: Dann hatte ich dieses Projekt der Mongolei ja schon immer ein bisschen im Hinterkopf, aber ich hatte nicht mehr den Mut.

00:25:01: Weil mir auch die ganze Tragödie am K-II eine dermaßen Todesangst hatte.

00:25:15: keinen Sport mehr machen konnte ohne nicht an den Tod zu denken.

00:25:19: Und dann habe ich ja auch alles gemacht, um mich aus dieser Angst zu befreien.

00:25:23: Das habe ich geschafft indem ich mich in meine größte Angst reingeworfen hab und somit hatte ich dann Anfang letzten Jahres endlich den Mut, mich auf diese Reise zu begeben die eigentlich schon lange im Kopf hatte und das war vielleicht auch noch ein Ein Stück weit Heilung, weil es ging wieder um die Natur.

00:25:44: Also die drei Sammelmal... Ja einmal die Naturumgebung dann Natur als Tier und Natur als Mensch.

00:25:55: Und ich wollte einfach diese drei Dinge vereinen dem Prozess vertrauen Weil Ich habe ja auch komplett das Vertrauen verloren in mich In Das Leben.

00:26:07: Das war ziemlich schlimm, weil ich hatte ja keine Basis mehr.

00:26:10: Die ich immer hatte seit meiner Kindheit und auch das wollte ich wieder zurück haben.

00:26:16: Und somit habe ich einfach Stück für Stück mich immer in schwierige Situationen gebracht.

00:26:21: Ich muss sagen, Mongolia war für mich das allerschwierigste von meinem ganzen Leben sehr viel schwierig als ein Achttausender, weil es so viele... Fragezeichen hatte so viele verschiedene Ungewisse und jeden Tag war eine neue Herausforderung.

00:26:38: Und noch nie bin ich so gerne nach Hause gefahren wie damals, ich hatte auch schon zwischendurch einmal überlegt fahre ich nachhause.

00:26:45: Ich halte das nicht mehr rausgefühlt habe ich jeden tag drei kilo abgenommen vor lauter Stress.

00:26:51: aber ich hab gesagt ich muss durchhalten weil nur von dieser schwierigen Zeit werde ich wachsen.

00:27:00: Und dann habe ich das...

00:27:03: Ja, und vor allen Dingen auch für dich persönlich nicht nur wachsen sondern auch einen Punkt zu setzen.

00:27:09: Einen Abschluss zu finden.

00:27:11: Genau!

00:27:12: Das ist aber wenn du dir das natürlich schon bewusst machen konntest.

00:27:15: Das ist ja schon extrem weit, wenn man das meint.

00:27:20: Weil abbrechen ist immer einfacher als durchziehen.

00:27:25: Und es waren ja zweitausend Kilometer oder Meilen?

00:27:28: Wir müssen kurz fragen.

00:27:30: Kilometer!

00:27:32: Das ist schon Brett.

00:27:34: Deswegen herzlichen Glückwunsch, nicht nur dass du es geschafft hast die zweitausend Kilometer durch zu marschieren sondern das überwunden hast diese riesengroße Hürde über mehrere Jahre und da wieder rausgefunden hast.

00:27:48: Und das ist ja auch das über das Thema wo der auch über deinen Vorträgen sprichst also wenn du jetzt bei Unternehmen sag ich jetzt mal gebucht wirst geht es ja genau um das Thema Ziele setzen Mindset, durchhalten aber auch strukturiertes Vorgehen.

00:28:05: Dass wir da vielleicht mal kurz in die Richtung noch ein bisschen schauen was sind so deine Tipps in den Vorträgen?

00:28:11: Was die Zuhörer dann mitnehmen?

00:28:15: Ich denke ja immer ein Team funktioniert wenn der Einzelne funktioniert.

00:28:19: und für mich heißt funktionieren In sich ruhen wissen wer man ist seine Werte kennen Und einfach schon ein bisschen an sich gearbeitet haben.

00:28:30: weil So ein Mensch ist einfach offen für Kommunikation, gewaltfreie Kommunikations.

00:28:37: So ein Menschen kann ein Teamplayer sein was ja nicht immer so einfach ist und Für mich ist es natürlich ich weiß Ich bin eher Einzelsportlerin Und in der Firma gibt es halt viele Teams da kann man vielleicht Nicht immer das durchboxen was Man selber gerne hätte.

00:28:57: aber Was ich schon glaube Ist Wenn der Einzelne in sich gefestigt ist, dann ist einfach eine Arbeit im Team viel angenehmer.

00:29:09: Viel produktiver und das geht auch um Leistung und Regeneration.

00:29:15: Das war auch ein großes Thema.

00:29:16: nicht nur kaputt machen sondern sich auch jeden Tag Zeit schenken mit sich selbst auch gelangweilt sein Weil da kommen dann gute Ideen.

00:29:26: Da kommen auch die Erkenntnisse, wer bin ich wirklich?

00:29:30: Und das ist eben dieser Respekt sich selbst gegenüber dem man dann auch den anderen Menschen gegenüber geben kann und der einem einfach sehr viel produktiver macht weil man nicht immer nur dreien haut sondern weil man sich auch Zeit für sich schenkt und somit dann eine gute Balance schafft in seinem Leben Nicht nur im Arbeitsleben, auch im Privatleben.

00:29:55: Und ich glaube das sollte einfach alles ausgeglichen sein.

00:29:59: man sollte auch schauen wer bin ich wirklich?

00:30:02: was bringt meine Augen zu leuchten?

00:30:04: wo geht mein Herz auf?

00:30:06: Was ist meine Bestimmung hier?

00:30:08: Ja

00:30:09: weil dann sollte alles leicht gehen Dann kann man nicht mehr von Arbeit sprechen und ich gehe jeden Tag gerne in meine Arbeit und lebe das, für was ich eigentlich bestimmt bin.

00:30:21: Und da kann man meiner Meinung nach das größtmögliche erreichen.

00:30:25: Absolut!

00:30:26: Also du sagst ja auch wirklich den Ausbruch aus dem Hamsterrad ist hier so ein klassischer Begriff rein in die... regelmäßige Regenerationsphase, hat das du gerade erwähnt.

00:30:37: Da kann man dann auch kreativ werden.

00:30:40: Ich bin auch in der Meinung genauso wie du, dass man sich ja auch aktiv Pausen einplanen sollte.

00:30:45: Das muss nicht mal ganzes Wochenende sein.

00:30:47: Es kann ja am Tag schon sein.

00:30:49: In dieser Zeit gibt es keine Termine, kein gar nix und ich setze mich einfach mal raus und lasse mal die Seele baumeln und mal wieder ganz kurz auf Reset zu drücken.

00:31:02: Tamara, mit Blick auf die Uhr tatsächlich.

00:31:05: Wir kommen so langsam aber sicher Richtung Ende.

00:31:09: Lass uns noch mal ein bisschen über das Thema Kommunikation hast du gerade gesagt Planung ist etwas Wichtiges Aber auch die Erkenntnis zu sagen.

00:31:19: Ich breche jetzt hier ab.

00:31:20: ich möchte nochmal kurz auf das lager drei eingehen wo Du für Dich entschieden hast Es funktioniert nicht.

00:31:27: Das ist ja bei vielen Unternehmen auch oder bei Teams auch, gerade wenn sie jetzt, sag ich mal in der Entwicklung sind, Schnellboote also Start-ups im Unternehmenssend, die müssen ja irgendwann entscheiden.

00:31:38: geben wir den Weg weiter oder gehen wir den weg nicht weiter?

00:31:43: Wie hat sich das bei dir bemerkbar gemacht und was ist dein Tipp an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer?

00:31:49: wo sollte man auf seinen Kopf oder auf seinem Bauchgefühl hören?

00:31:53: Ja Also für mich war klar, wenn ich in diese Expedition gehe dann nur mit meiner Priorität auf mein Bauchgefühl zu hören.

00:32:02: Denn hier geht es um Leben und Tod was wahrscheinlich im Arbeitsleben nicht der Fall ist aber es kann heute schon große Ausmaße haben.

00:32:11: Im besten Fall geht's nicht um Leben oder Tod hast du recht?

00:32:13: Genau!

00:32:14: Hoffen wir mal Und deswegen auch dort im Team.

00:32:18: mir war klar ja Ich bin im Team Wir haben den gleichen Plan, wir rollen da hoch.

00:32:24: Aber nichtsdestotrotz muss ich bei mir bleiben und jeden Schritt abwägen.

00:32:29: ist es noch stimmig.

00:32:32: Geht der nächste Schritt nach vorne oder soll er schon wieder zurückgehen?

00:32:35: Und für mich als Südtrollerin – Ich muss euch ja sagen die Südtrollers sind eher ein bisschen dickschädel!

00:32:42: Bei uns hat's auch immer geheißen wenn du dich für irgendetwas entscheidest dann ist das das.

00:32:47: Für mich war es mit vierzehn.

00:32:48: Ich will Höhenbergsteigerin werden und das hat sich dann raufgezogen bis in meiner wachsenden Alter.

00:32:55: Und auch da zu sagen, okay ich lasse das jetzt irgendwo hinter mir.

00:33:02: Ich möchte mich neu definieren.

00:33:06: Das war für mich schon ein großes Erhaben weil das gehört sich ja fast nicht.

00:33:10: wenn man was entscheidet dann sollte man dabei bleiben.

00:33:13: Aber eben Situationen ändern sich Auch mit Menschen im Team, Situationen in Privatleben.

00:33:21: Es kann sich so viel ändern was man nicht selbst in der Hand hat und dann ist es auch halt mal so dass es vielleicht intelligenter ist wenn man den Weg nicht weiter geht.

00:33:35: Und daran ich denke immer für mich ist jetzt das größte Lichtlein immer das Bauchgefühl.

00:33:43: Und das ist ja auch nicht so wahnsinnig einfach, immer mit dem Bauch gefühlt zu entscheiden.

00:33:48: aber da habe ich mir auch so ein paar Übungen oder ich hab da wirklich trainiert auch dafür und einfach einmal zuerst nur mit den einfachen Dingen.

00:34:00: okay was tut man jetzt gut?

00:34:02: Ich hab das Menü für mich einen Salat mit Butenstreifen oder einen Kaiserschmarrn.

00:34:09: Mein Kopf würde mir ja sagen, du sollst jetzt den Salat mit Putenstreifen essen weil der ist sehr viel gesünder.

00:34:16: Aber wenn ich jetzt wirklich ehrlich zu mir bin was tut mir heute gut in meinem Zustand?

00:34:23: In meinem Sein?

00:34:25: Dann einfach diesen ersten Impuls das nehme ich.

00:34:28: und dann ohne mich schuldig zu fühlen Das hat mein inneres Sein entschieden.

00:34:33: Und dass es dann doch beste Weg und das war so ein Gamechanger für mich Zuerst in meiner ersten Sturm- und Drangphase war diese weibliche Seite, diese Intuition, diese Emotionalität, die ja immer eher ein Feind.

00:34:49: Ich dachte immer dieser Seite hindert mich an meiner Stärke, an meine Performance, an allem!

00:35:00: Und deswegen habe ich sie immer so weggedrückt.

00:35:03: aber jetzt habe ich verstanden dass es eigentlich der einzige Begleiter oder die einzige Beleiter ständig und kostenlos in meinem Leben ist.

00:35:15: Also diese Intuition wird immer für mein Bestes optieren, für die richtige Entscheidung in meinem Lebensweg.

00:35:27: Und das ist so wunderschön!

00:35:28: Wenn man darauf ein bisschen mehr eingeht sich mehr Zeit gibt diese Stimme versuchen zu hören, dann hat man schon ein sehr wichtiges Duhl.

00:35:40: Mega mega also.

00:35:41: ich hätte mich für Salat mit Putenstreifen und Kaiserschwan entschieden.

00:35:46: Weil es ist dann ja so wenn man diese fragt sich links oder rechts?

00:35:51: Dann hat man gleich so ein bisschen ein okay eher für links aber dann fängt der Kopf an zu rattern und dann ist aus!

00:35:58: Dann weißt du nicht mehr was sollste tun.

00:36:01: deswegen ich sage immer Das was zuerst kommt, das ist es.

00:36:06: Gut!

00:36:07: Sehr gut!

00:36:09: Liebe Tamara... Was würdest du unseren Zuhörern in zwei Sätzen mitgeben?

00:36:22: Das ist schwierig.

00:36:24: Kannst auch drei machen.

00:36:29: Wir leben in einer Gesellschaft, in der es fast immer Wichtig ist, mit dem Strom zu schwimmen.

00:36:39: Und weil wir ja alle einzigartig sind, versuch diese Einzigartigkeit zu leben!

00:36:45: Versucht den Mut rauszuziehen und das durchzuziehen.

00:36:51: Weil nur du bist für dein Glück zuständig und niemand anderes wird jemals sich selbst aufopfern um dich glücklichzumachen.

00:37:01: Nur du kennst dich und nur du weißt wo... Und wie dein Weg ausschaut.

00:37:08: Wahnsinn, das war auf dem Punkt Tamara mega!

00:37:15: Ich applaudiere an der Stelle, da kann ich gar nicht machen und ich krieg Gänsehaut.

00:37:18: Super.

00:37:20: Liebe Tamara wir kommen zu unserem Ende unseres Podcasts unsere heutigen Folge mit dir.

00:37:25: vielen vielen Dank dass du dir heute die Zeit genommen hast.

00:37:28: Danke

00:37:28: dir Herr Mann.

00:37:29: Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ich würde mich natürlich freuen wenn ihr das nächste Mal wieder einschaltet bei unserer nächsten Folge Wissensreich Stories.

00:37:38: Und heute war zu Gast Tamira, sage ich, Tamara Lunga die Werksteigerin mit Herz!

00:37:45: Vielen vielen Dank bis zum nächsten mal.

00:37:47: Vielen Dank!

00:37:48: Ciao.

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